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Hilfestellung an Behörden

Es brennt vielen von uns unter den Fingern, einen aktiven Beitrag zur Bewältigung der aktuellen ausserordentlichen Lage leisten zu können.

Wir als SLRG sind Mitglied des SRK und somit auch der «rôle d’auxiliare des pouvoirs publics» verpflichtet (Unterstützung von Bund und Kanton in Notlagen). Hieraus ergibt sich eine besondere Verantwortung für die gesamte SRK-Familie. In der aktuellen Lage bedeutet das: sich mit Bund und Kantonen zu koordinieren und die Hilfeleistung sämtlicher Mitglieder des SRK auf deren Bedürfnisse abzustimmen. Dies ist in den letzten Tagen im Hintergrund intensiv getan worden.

Besonders wichtig erscheint uns als SLRG Schweiz, erneut darauf hinzuweisen, dass wir uns situationsgerecht verhalten wollen. Konkret heisst das, dass die Kompetenzen für die aktuelle Notlage beim SRK selbst und in diesem Zug den themennahen Organisationen wie den Kantonalverbänden des SRK und den Samaritern liegen. Das ist der Grund, weshalb sich die SLRG konsequent an Kommunikation, Vorgaben und Massnahmen des SRK orientiert und diese innerhalb der SLRG-Familie weiterkommuniziert. Wir sehen uns nicht im Lead sondern unterstützen nach bestem Wissen und Gewissen ganz im Sinne der eingangs erwähnten «rôle d’auxiliaire des pouvoirs publics».

Als SLRG unterstützen wir deshalb aktuell wie folgt:

Schweizweite Informationskampagnen für Personen mit Migrationshintergrund

Eine Kernkompetenz des SRK ist die Unterstützung von Personen mit Migrationshintergrund. Folglich wurde heute eine spezifische Kampagne - STOPP DAS VIRUS! - lanciert, welche zum Ziel hat, Sprachbarrieren zu überwinden und alle in der Schweiz auf die geltenden Verhaltens- und Hygieneregeln hinzuweisen.

Als SLRG Sektionen und Freiwillige der SLRG können wir dies unterstützen, indem wir die Kampagne auf den sozialen Kanälen weitertragen (Facebook- und Instagram-Kanäle der Sektionen, aber auch unseren privaten Kanälen auf Facebook, Twitter etc.).

Hilfeleistung an Kantone und die Bevölkerung

Die Hilfeleistung an die Kantone wird durch die jeweiligen SRK- oder SSB-Kantonalverbände koordiniert. Diese haben im Thema Gesundheit ihre Kernkompetenzen und somit innerhalb des SRK den Lead inne – darunter fällt die Notlage «Pandemie». Die SLRG nimmt deshalb eine unterstützende Rolle ein und reagiert auf Anfrage der lenkenden Stellen des SRK damit Kommunikation und Führung aus einer Hand kommen.

Seitens SLRG können wir unterstützen, indem SLRG-Freiwillige ihre persönlich freien Kapazitäten zur Unterstützung signalisieren. Per heute gibt es hierzu eine zentrale Meldestelle des SRK: Registrierung Freiwillige

Leitet diese Information bitte an eure Mitglieder weiter. Jede Hilfe ist willkommen. Damit wir als SRK-Familie strukturiert und organisiert vorgehen können, muss eine Abstimmung mit allen Gremien erfolgen, was Zeit in Anspruch nimmt. Vielen Dank für euer Verständnis.

Sektionen und Regionen sind gehalten, allfällig direkt eingehende Anfragen von Gemeinden, Kantonen, Rotkreuz-Kantonalverbänden oder den Samaritern umgehend der Geschäftsstelle zu melden (corona@slrg.ch)

Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit für die See- und Wasserrettung

Auch in der aktuellen ausserordentlichen Lage soll und muss die Einsatzfähigkeit von einzelnen SLRG-Sektionen für See- und Wasserrettungen aufrechterhalten bleiben. Dies betrifft Sektionen, die in einen Leistungsauftrag eingebunden oder im Besitz von Einsatzmitteln sind (Boote, Fahrzeuge, Ausrüstung für spezielle Rettungsszenarien etc.). Hier ist es unvermeidlich, dass für Wartung, Instandhaltung und Bereitschaft die entsprechenden Personen zusammenarbeiten und punktuell längere Zeit zusammen verbringen müssen, wenn es sich nicht anders organisieren lässt. Dabei weisen wir erneut auf die Hygieneempfehlungen des BAG hin, die helfen, auch in solchen Situationen den persönlichen Schutz zu erhöhen.

Wir danken euch herzlich für euer Engagement!

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  • Grüezi

     

    Der Virus, Covid 19 wird in den nächsten Monaten sicher nicht verschwunden sein.

    Und doch möchte man im Juni/Juli die Bäder öffnen.

    Müssten bis dann die Badangestellten nicht über gültige, aktualisierte angepasste Ausbildungen verfügen

    Doch bis jetzt, finden leider keine Kurse wegen Covid 19 statt.

    Und solange die Kurse nicht stattfinden, sollten die Bäder ja auf keinen Fall geöffnet werden.

    Denn genau um das geht es ja;

     

    Wie soll ein Badmeister z.b. ohne Körperkontakt einem Ertrinkenden retten usw.?

     

    Da ich eigentlich ab Juni/Juli 2020 wieder als Badangestellte (ohne gültigen BLS-AED-SRC?) arbeiten sollte, bitte ich Sie höflichst um einige Infos betreffend Schutz- und Rettungsdispositiv.

    1. Wie schütze ich bwz. den Rettling und mich bei einer Aktion…
    2. Wie bringe ich den Rettling ohne Körperkontakt aus dem Wasser wenn dieser bewusstlos ist….
    3. Oder wenn der Rettling nicht mehr atmet… ohne Körperkontakt
    4. Müsste dies und vieles mehr, in den Kursen geklärt und wenn möglich geübt werden.
    5. Müssten den Badangestellten nicht spezielle Schutzanzüge, Masken, Hilfsmittel usw. zu Verfügung stehen.
    6. Hat die SLRG mit dem Bund Kontakt aufgenommen um auf diese offene Punkte aufmerksam zu machen.

    Auf Antworten freue ich mich sehr und bedanke mich im Voraus für Ihre Bemühungen.

    Mit den besten Wünschen

    MWalter

    Von: Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG

    Gesendet: Montag, 17. Februar 2020 18:10
    An: parkplan2@bluewin.ch
    Betreff: Empfangsbestätigung Anmeldung BLS-AED-SRC-Komplettkurs

  • Liebe Mirjam,

    vielen Dank für deine wertvollen Fragen.

    Seitens SLRG beschäftigen sich seit mehreren Wochen verschiedene Personen und Gremien hiermit. Auch in diversen anderen Organisationen wie den Badbetreiberverbänden, den Badmeisterverbänden, dem Swiss Resuscitation Council, dem Interverband für Rettung etc. wird intensiv an Lösungen und Empfehlungen gearbeitet. Die Koordination und Absprache stellt eine Herausforderung dar. 

    Die SLRG hat jüngst entschieden, dass die Ausbildungsstati auf Grundstufe um jeweils ein Jahr verlängert werden. Konkret: Hätte der Status deiner BLS-AED-SRC-Ausbildung Ende 2019 von gültig auf sistiert gewechselt, gilt der Status "gültig" nun bis Ende 2020. Dies löst dein Problem zumindest auf formeller Ebene. 

    Aber natürlich konntest du somit für diesen Sommer deine Fähigkeiten für eine Rettung nicht auffrischen. Ob und wie dies allenfalls vor dem Start der Sommersaison noch möglich sein wird, ist aktuell leider noch nicht klar und an Spekulationen beteiligt sich die SLRG nicht. Aufgrund der mir vorliegenden Informationen gehe ich davon aus, dass sich dies zeitnah klären wird. Sobald erfolgt, werden wir hier im Forum darüber in geeigneter Art und Weise informieren.

    Zu deinen Fragen zu Schutzmassnahmen für Badangestellte:

    Dies liegt in der arbeitsrechtlichen Verantwortung des Badbetreibers (Stichwort: Fürsorgepflicht).

    Zu deinen Fragen bezüglich Verhalten im Notfall:

    Da meine ich, ist ein pragmatisches Verhalten angebracht. Glücklicherweise verläuft eine Covid-19-Infektion für die allermeisten unter uns aus medizinischer Sicht milde. Entsprechend würde ich persönlich zur Rettung eines Menschenlebens das Risiko einer Covid-19-Infektion oder ggf. auch der Ansteckung eines Rettlings eingehen. Letzteres entsprechend der Devise, zuerst dasjenige zu behandeln, das für den Rettling am lebensbedrohlichsten ist ("Treat first what kills first").

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